Französische Filme im Kulturtheater

Wir zeigen regelmäßig aktuelle französische Filme in synchronisierter deutscher Fassung im Rahmen unseres 14-tägig wechselnden Kinoprogramms

In der Filmreihe Ciné en vogue zeigen wir zusätzlich auserwählte Filme des französischen Kinos in Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU). Diese Filmperlen präsentiert Ihnen ehrenamtlich die Künstlerin Danielle Vochims (Atelier du Lac, Tutzing) mit einer kurzen persönlichen Einführung vor Filmstart. 

Der französischen Filmkultur widmen wir gemeinsam mit den Freunden von Bouc Bel Air e.V. aus Feldafing zusätzliche Sondervorstellungen. Wir bedanken uns hier herzlich für die ehrenamtliche Unterstützung bei Frau Ilse Vossius. 

Bitte entnehmen Sie die Termine und Uhrzeiten dem aktuellen Kinoprogramm.   

Vorschau 2025:

In der Filmreihe „Ciné en vogue“ zeigen wir zum Auftakt zwei französische Filme über das Wandern – bewegend, humorvoll, tiefgründig, die das Thema Wandern aus völlig unterschiedlichen Perspektiven behandeln. 

Am 26. Oktober startet die Reihe mit „Saint Jacques… La Mecque“, einer Komödie von Coline Serreau, einer grande dame des französischen Kinos. „Pilgern auf Französisch“ ist einfach großartig – drei zerstrittene Geschwister müssen widerwillig den Jakobsweg gemeinsam gehen, um ein Erbe anzutreten. Der Weg verändert sie – mit viel Humor, Menschlichkeit und ohne jede Kitschspur. Serreau, bekannt durch Kinohits wie „Drei Männer und ein Baby“ (Trois hommes et un couffin, 1985) und „Die Krise“ (La crise, 1992), beweist einmal mehr ihre Meisterschaft im Erzählen nahbarer, lebendiger Geschichten.

Am 7. Dezember folgt der stille, eindringliche Film „Sur les chemins noirs“ („Auf dem Weg“) von Denis Imbert, basierend auf dem autobiografischen Buch des vielfach gelesenen Autors Sylvain Tesson – ein außergewöhnlicher Mensch zwischen Philosophie, Misanthropie, Extremwetterforschung und Abenteuerlust. Der Film, getragen von Jean Dujardin in der Hauptrolle, zeigt Tessons wahre Reise nach einem schweren Unfall – eine einsame, kontemplative Wanderung abseits der bekannten Wege, durch das unbekannte Frankreich fern der touristischen Pfade. Eine Einladung zum Nachdenken über das eigene Leben – ohne Pathos, aber mit Tiefe.

Wandern hat in Frankreich einen hohen kulturellen Stellenwert – sei es als spirituelle Praxis, als Weg zur Selbstfindung oder als Ausdruck von Freiheit. Das Land ist von einem dichten Netz sogenannter GR-Fernwanderwege („Grande Randonnée“) durchzogen, die Einheimische wie Besucher gleichermaßen faszinieren. Beide Filme greifen dieses Motiv auf ganz eigene Weise auf: Der eine humorvoll und gemeinschaftlich, der andere introspektiv und radikal entschleunigt.

cine en vogue - romantsche Szene mit Eiffelturm in Paris